Runterkommen, loslassen können, bei sich sein, achtsam werden – das alles sind Forderungen, die wir uns auferlegen, um einen Ausgleich zum nicht selten stressigen Alltag zu finden. Die Natur, insbesondere die Berge, gelten dabei als idealer Ort für die Gegenwelt, wo wir uns wiederfinden, wo wir uns wieder fangen können. Und ganz ohne Zweifel, das Hochgebirge bietet dafür den idealen Raum: Eindrückliche Landschaft, Stille und Weite, vor allem aber auch die Gelegenheit, Herausforderungen in ganz individuellem Tempo anzunehmen.
Aber Vorsicht! Nutzen wir wirklich diese Möglichkeit, mit uns selbst wieder in Kontakt zu kommen, oder schummeln wir klammheimlich die Maßstäbe von Erfolg und Versagen selbst in diese einmalig schöne Lebenswelt? Eine Welt, in der wir, zuallererst der eigenen Fantasie und Kreativität folgend, uns voller Neugier und Offenheit allen Augenblicken am Berg nähern wollen, um uns dann doch wieder einer ganz und gar vorgefertigten Struktur, einem strikten Zeitplan, einem Höher, Schneller, Weiter zu unterwerfen!
Es geht so schnell, und niemand sollte sich davon freisprechen, dass aus dem Wunsch nach Erfüllung ein konkretes Ziel wird. Ein Gipfel zum Beispiel, der dann unbedingt erreicht werden muss, ein Fernwanderweg, den wir ohne Wenn und Aber über alle Etappen zu begehen anstreben – koste es, was es wolle. Die Folge sind leidvolle Stunden, bisweilen Qual und Verausgabung, womöglich bis der Körper „Stopp“ sagt und uns aus der Falle befreit. Einer Falle nämlich, die für das Glück nur gesteckte und erreichte Ziele, nur messbaren Erfolg kennt und ein Nichterreichen mit dem Gefühl des Mangels und Versagens bestraft!
Nichts hat dann noch einen Wert. Nicht die Vorfreude auf das Gebirge, nicht der wunderschöne Sonnenaufgang, nicht das Wohlgefühl der kristallklaren Luft, die bei jedem Schritt in unsere Lungen strömt und uns doch eigentlich die Augen vor Beglückung feucht werden lässt.
Alles darf dann plötzlich nicht mehr wichtig sein, weil eine Leistung nicht erbracht, ein Ziel nicht erreicht wurde. Aus dem Wunsch und der Sehnsucht nach Ruhe, nach Natur, nach Erholung wurden abermals ein Sollen und ein Müssen! Dabei sagt uns die innere Stimme ganz genau, was uns erfüllt, was uns glücklich macht. Von Leistung, Erfolg und Versagen spricht sie dabei eigentlich nie. Leider ist die Stimme oft so leise!
Kraftquelle und Inspiration für das Leben
Klappentext:
Ein Buch für Achtsamkeit, Lebensfreude und Glück
Die Berge haben einen großen Wert. Sie sind für uns Erholungsraum und zugleich ein idealer Ort, an dem wir uns erfahren können. Aber mehr noch – die Gebirgsnatur gibt Inspiration für das Leben an sich!
Unter rund 100 Stichwörtern erfasst der Autor den ganzen Facettenreichtum der Berge. Sowohl in ihrer unmittelbaren Wirkung auf uns Menschen wie auch im übertragenen Sinn auf unser gesamtes Dasein.
Ein anregender Fundus für alle, die aus dem, was die Berge ausmacht, Energie und Bewusstsein für ein glückliches Leben ziehen wollen!

ISBN: 978-3-946862-52-9
Preis: 22,50 Euro
Preis: 22,50 Euro